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Presse – Eine besondere Art von Wohngemeinschaft: Die Intensivpflege-WG Chemnitz

[Chemnitz] Hell, modern und barrierefrei präsentiert sich die 300m² große 8-Zimmer-Wohnung im Stadtgebiet Kappel in Chemnitz. Seit 2017 gibt es hier eine Wohngemeinschaft von 8 Intensivpflegepatienten – eine interessante aber weitgehend unbekannte pflegerische Versorgungsmöglichkeit. Die Idee ist einleuchtend. Eine betreute Wohngemeinschaft bringt die besten Elemente aus der stationären Versorgung und der ambulanten Pflege zusammen und ist einen Gewinn für alle Beteiligten: die WG-Bewohner führen ein selbstbestimmtes Leben, ihre Angehörigen tauschen belastende Pflichten gegen aufbauende Besuche. Das Pflegepersonal kann sich dem widmen, was es am besten kann, der zeitintensiven, medizinischen und persönlichen Betreuung der Patienten. Ohne unnötige Fahrzeiten in angenehm gestaltetem Umfeld.

Seit der Eröffnung 2017 mit dabei ist Schwester Kerstin: „Für mich ist die Arbeit in der Wohngemeinschaft ein Gewinn und kein Vergleich mit meiner vorherigen Arbeit. Bei Wind und Wetter, bei Schnee und Eisglätte über Chemnitzer Straßen von Patient zu Patient hetzen, dass gehört der Vergangenheit an. In der WG habe ich zudem viel mehr Zeit für meine Patienten,  kann individuell auf deren Bedürfnisse und Wünsche eingehen. Es ist uns extrem wichtig, dass unsere Patienten bestens versorgt werden. Dafür tun wir alles.“

Schwester Kerstin gehört zu einem 15-köpfigen Pflegeteam, welches die WG betreut. Hochqualifizierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, staatlich examinierte Krankenschwestern, Krankenpfleger und Pflegefachkräfte, die bestens für die Intensivpflege und Heimbeatmung ausgebildet sind und kontinuierlich weitergebildet werden, sind mit Herz und Seele dabei. Im Team und zu den Patienten herrscht eine tolle Atmosphäre. Und das zeigt sich dann natürlich auch in der Note 1,0, mit der das Pflegeteam vom Prüfdienst der Krankenkassen (MDK) beurteilt wurde.  Ein besonderes Prädikat und Ergebnis arrangierter Arbeit, aber auch Ansporn für die künftige Arbeit.

Das Chemnitzer Projekt hat viel Vorbild-Potential für zukünftige vergleichbare Projekte in der Region. „Daheim statt Heim“, so der Slogan der WG. Die flexible Versorgungsform orientiert sich am tatsächlichen Pflegebedarf. Sie ist hervorragend dazu geeignet, dem Wunsch vieler Menschen nach einem selbstbestimmten Wohnen auch unter intensivpflegerischen Bedingungen, Rechnung zu tragen. Die Patienten der Wohngemeinschaft  brauchen zwar Betreuung rund um die Uhr, sind aber nicht so krank, um auf einer Intensivstation betreut zu werden.

Der Einzug in eine Wohngemeinschaft bedeutet für den Betroffenen ein unabhängiges und eigenständiges Leben auf der einen Seite und qualifizierte, fachkundige Pflege auf der anderen Seite. Das Leben findet in den eigenen vier Wänden statt, dazu gibt es die Möglichkeit von Gemeinsamkeit und Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen.

Auch Intensiv-Pfleger Ronny ist mit seinem Job in der WG glücklich: „Nichts erinnert hier in unserer WG an eine Intensivstation oder ein Pflegeheim. Frische Farben, modernes Design, Farbwechselsysteme – einfach eine Wohlfühlatmosphäre. Und trotzdem steht jegliches Equipment und Medizintechnik einer Intensivpflege zur Verfügung. Bestens ausgestattet und an alles gedacht, so macht mein Pflegejob Spaß. So kann ich mich meinen Patienten widmen, wie man es sich wünscht.“

Tobias Meier, gewählter Sprecher der WG: „Die von uns beauftragten Pflegefachkräfte bestehen aus examinierten Kranken- oder Altenpflegern, zum Teil mit qualifizierter Zusatzausbildung zur Fachkraft für außerklinische Intensivpflege. Die Kosten für die außerklinische Intensivpflege werden zum größten Teil von der Krankenkasse getragen. Zur Beantragung benötigt man eine Verordnung für häusliche Krankenpflege. Unser Ziel ist es, dass jeder Mieter der WG sein Leben nach seinen persönlichen Vorstellungen gestalten kann. Die Mieter der Intensivpflege-Wohngemeinschaft wählen Ihre Ärzte, Pflegedienst und Therapeuten frei. Auf Wunsch unterstützen wir Sie bei der Suche und bieten Ihnen die Möglichkeit, von unserem medizinischen Netzwerk zu profitieren. Die optimale Versorgung unserer Patienten liegt uns besonders am Herzen, daher suchen wir für die Intensivpflege-Wohngemeinschaft weitere Pflegefachkräfte. Wir möchten, dass sich auch alle Mitarbeiter wohl fühlen und bieten daher neben einem angenehmen Arbeitsumfeld und optimaler Arbeitsplatzausstattung  die Möglichkeit zu einer Weiterbildung in der außerklinische Intensivpflege und Beatmung. Weiterhin profitieren die Mitarbeiter von zusätzlichen Sozialleistungen wie einer betrieblichen Krankenzusatzversicherung, Angeboten zur Gesundheitsprophylaxe sowie einer firmenunterstützten betrieblichen Altersvorsorge. Trotzdem sind wir derzeit auf der Suche nach Pflegefachkräften.“

Fazit: Die Wohngemeinschaft für intensivpflegebedürftige Menschen bietet eine echte Lebensalternative! Wenn der Patient nach langen Intensivtherapien in die häusliche Pflege entlassen werden kann, aber nach wie vor auf eine 24-Stunden-Rundumversorgung durch speziell ausgebildetes Fachpersonal angewiesen ist. Meist ist diese oftmals überwachungsintensive Spezialpflege zu Hause nicht zu leisten. Die Wohngemeinschaft bietet optimale Voraussetzungen für Patienten, Angehörige, Familie, aber auch für das Pflegepersonal und Ärzte. (RH)